Wie werden Gewinne aus Kryptowährungen besteuert?
Kryptowährungen gelten als andere Wirtschaftsgüter. Wer innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkauft, tätigt ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG. Nach Ablauf eines Jahres ist der Gewinn steuerfrei.
Welche Coins als verkauft gelten, bestimmt die Reihenfolge des Erwerbs: zuerst gekauft, zuerst verkauft. Dieses Verfahren heißt FiFo.
Was bedeutet die Freigrenze von 1.000 €?
Eine Freigrenze ist kein Freibetrag. Bleibt der Gesamtgewinn eines Jahres darunter, ist er steuerfrei. Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig — nicht nur der übersteigende Teil.
Für sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG, etwa Staking-Erträge, gilt eine eigene Freigrenze von 256 €.
Warum fehlen meine Futures-Geschäfte in der Berechnung?
Termingeschäfte fallen unter § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG und werden mit 25 % Abgeltungsteuer besteuert. Sie gehören in die Anlage KAP, nicht in die Anlage SO — und dürfen die Rechnung nach § 23 nicht verfälschen.
CrypTax erkennt solche Konten und lässt sie außen vor. Die Anlage KAP erstellt es nicht.
Wie kommen die Eurobeträge zustande?
Viele Börsen rechnen in US-Dollar oder USDT ab. Für die Steuer zählt der Eurobetrag am Tag des Geschäfts. CrypTax verwendet dafür die Referenzkurse der Europäischen Zentralbank und speichert sie lokal.
Liegt für einen Tag kein Kurs vor — etwa weil keine Verbindung besteht —, sagt das Programm das ausdrücklich, statt eine Zahl auszuweisen, die richtig aussieht und es nicht ist.
Welche Börsen werden unterstützt?
CSV-Import für Bitpanda und Bitunix. Jede Börse baut ihre Exportdatei anders auf, deshalb muss jedes Format einzeln eingebaut werden — raten lässt sich das nicht.
Fehlt deine Börse, schreib an support@mycryptax.de und häng den CSV-Export an. Bitte vorher Namen, Kontonummern und Wallet-Adressen entfernen; für das Format genügen die Kopfzeile und ein paar Beispielzeilen.
Verlassen meine Daten das Gerät?
Nein. CSV-Dateien, Transaktionen und Steuerergebnisse bleiben auf deinem Gerät. Es gibt kein Konto und keinen Server, der sie entgegennähme.
Die einzige Verbindung, die das Programm von sich aus aufbaut, holt die Wechselkurse. Dabei wird ein Datumsbereich übertragen — keine Beträge, keine Kennungen, nichts über dich. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.
Wie sichere ich meine Daten?
Weil nichts in der Cloud liegt, liegt die Sicherung bei dir. Das Programm schreibt den gesamten Bestand auf Wunsch in eine Datei — wahlweise mit Passwort verschlüsselt.
Bewahre das Passwort getrennt von der Datei auf. Ohne das Passwort ist die Sicherung nicht zu öffnen, auch nicht von uns. Steuerunterlagen sollten zehn Jahre aufbewahrt werden.
Was passiert, wenn ein Kauf fehlt?
Wurde ein Coin verkauft, ohne dass der zugehörige Kauf eingelesen wurde — etwa weil er von einer anderen Börse kam —, kann der Gewinn nicht ermittelt werden.
CrypTax verschweigt das nicht, sondern nennt die betroffenen Coins und den nicht berücksichtigten Erlös. Damit weißt du, welche Datei noch fehlt.
Ersetzt CrypTax einen Steuerberater?
Nein. Das Programm rechnet nach den genannten Vorschriften und legt offen, worauf es sich stützt. Die Verantwortung für die Erklärung bleibt bei dir, und in Zweifelsfällen — etwa bei der Einordnung von Staking-Erträgen — ist fachlicher Rat sinnvoll.
CrypTax ist außerdem kein Wallet, keine Börse und keine Handelsplattform. Es verwahrt keine Kryptowährungen und führt keine Geschäfte aus.
Stand: 5. September 2026